REVIEW Gsallbahdr Zwei Germany
Tangerine Dream haben mit Platten wie Atlantic Walls den Sprung in die Neuzeit versucht und sind meinen Ohren nach nicht gelandet. Es klingt ›nach MIDI‹, es fehlt dieses Unbändige, das sie ihrer Elektronik der Berliner Schule früher mitzugeben vermochten. Die Welt hat sich ja auch weiter gedreht: Noch leichtfüßig kam da der Synthpop, es drosch uns der Techno in all seinen Varianten, Drum’n'Bass zappelte vorüber, dann ging’s mit Ambient vollends ins Nirvana und Electro heiratete in die Popfamilie ein. Und nun kommt Space Station und bringt uns wieder zurück in die gute alte Zeit, allerdings ohne die Jahre zwischen dort und jetzt zu leugnen. Schon die Namen und Bilder sind so siebziger: Weltraum und Schweben. Musikalisch gesehen knüpft das Projekt von Bernard Lampreia auch eben dort an: Sequenzen, Flächen, Solo-Lines. Monoton und doch durch kleine Parameteränderungen am Leben erhalten. Mit gutem Gespür programmierte und mit Sorgfalt eingesetzte klassische Synthesizer-Klänge. Und dann kommt doch die Neuzeit: Mühelos kombiniert sich all das mit Beats, die in den Siebzigern womöglich noch nicht einmal erfunden waren. Und als wäre das an sich nicht genug, gibt es die ganze Platte Transmission auch noch kostenlos zum Download. Hier gibt es mit dem Track Sound of Light mal ein Versucherle: